Trägeröl ätherische Öle
Marianne Just-Meyer Young Living

Was ist ein Trägeröl ?

18. September 2021

Ein Trägeröl ist ein fettes Öl, das genauso wie ein ätherisches Öl aus Pflanzen hergestellt wird. Für ein Trägeröl werden allerdings andere Pflanzenteile verwendet, wie z.B. Samen, Kerne, Nüsse.

Ausserdem werden Trägeröle, oder auch Pflanzenöle in der Regel durch Kaltpressung gewonnen und nicht durch Destillation, wie die ätherischen Öle.

Sie haben meistens einen neutralen oder dezenten Duft und sind nicht flüchtig oder so konzentriert wie ätherische Öle.

Wozu brauche ich ein Trägeröl?

Ätherische Öle sind sehr konzentrierte Flüssigkeiten. Trägeröle werden zur Verdünnung ätherischer Öle verwendet, sie „tragen“ das ätherische Öl oder die ätherische Ölmischung ohne jedoch die Wirkung der ätherischen Öle zu mindern.

  • Vor allem wenn Du anfängst mit ätherischen Ölen zu arbeiten wird empfohlen, ätherische Öle verdünnt mit einem Trägeröl z.B. auf die Haut aufzutragen.
    Ausserdem gibt es sogenannte „heisse“ ätherische Öle, die wenn sie pur angewandt werden zu Hautreizungen führen können.  Diese ätherischen Öle (z.B. Nelke, Zimt, Zitronengrass, Oregano) sollten mit einem Trägeröl verdünnt werden.
  • Wenn Du Dir selber ein Massageöl oder ein Körperöl mischen möchtest, nimmst Du als Grundlage dafür ein geeignetes Trägeröl.
  • Wenn Du ein sehr teures, exquisites und/oder sehr intensives ätherisches Öl anwenden möchtest, wie z.B. ätherisches Rosen-, oder Melissenöl, lohnt es sich, einige Tropfen des Öles mit einem Trägeröl zu verdünnen.
  • Daselbe gilt, wenn Du grössere Körperflächen mit ätherischen Ölen einreiben möchtest. Durch das Verdünnen mit einem Trägeröl wird das Auftragen leichter und Du erreichst mit dieser Verdünnung eine grössere Körperfläche, z.B. unterer Rücken, Schultern oder Beine.
  • Wenn Du ätherische Öle innerlich in einer Kapsel einnehmen möchtest, wird auch eine Verdünnung mit einem geeigneten Trägeröl empfohlen. Bitte beachte ausserdem, dass das entsprechende ätherische Öl zur inneren Einnahme offiziel zugelassen sein sollte.

Welche Trägeröle verwenden wir mit ätherischen Ölen?

Am häufigsten verwenden wir folgende Trägeröle:

1. Kokosnussöl
2. Young Living V6 Complex
3. Mandelöl
4. Sesamöl
5. Arganöl

Kokosöl eignet sich gut als Haar-, und Hautpflegeöl. Da es erst bei ab ca. 25°C flüssig wird, wird es auch als Kokosfett bezeichnet. Kokosöl wird aus dem getrocknetem Fruchtfleisch der Kokosnus gewonnen.

Kokosöl gibt es mittlerweile in desodorierter Form, d.h. geruchsneutral, was bei einigen selbstgemachten Pflegeprodukten ein Vorteil sein kann. Kokosöl eignet sich wunderbar für selbstgemachte Pflegebalsam und anderen pflegenden DIYs. Da Kokosöl unter 25°C in fester Form vorliegt, eignet es sich sehr gut zum Mitnehmen und auf Reisen als Trägeröl für ätherische Öle. Das kann aber auch ein Nachteil, denn so ist es in  kühleren Jahreszeiten oder Zeitzonen nicht geeignet für Seren oder Ölmischungen und nur bedingt geeignet für Massageöle.

Young Living V6 Complex ist eine Mischung aus pflanzlichen Ölen und eignet sich wunderbar als Trägeröl zum Verdünnen von ätherischen Ölen! Diese Trägerölmischung nährt die Haut, verstopft keine Poren, hinterlässt keine Flecken und ist lange haltbar.

Es besteht aus Capryl-/Caprinsäure Triglycerid – das sind hochwertige Fettsäuren, die aus Kokosöl stammen- aus Sesamöl, Traubenkernöl, Mandelöl, Weuzenkeimöl, Sonnenblumenöl und Olivenöl.

Wir verwendendas Trägeröl  Young Living V6 Complex mittlerweile für die meisten unserer DIY Pflegeprodukte, für einfache Verdünnungen, Massageölen und selbstgemachte Roll-ons.

Mandelöl ist auch ein tolles Trägeröl! Es wird durch die Kaltpressung von süssen, als auch bitteren Mandeln gewonnen und ist ein sehr leichtes, hautverträgliches fettes Öl. Als ich noch als Hebamme gearbeitet habe, haben wir in den Babymassagekursen immer das Mandelöl als Massageöl empfohlen.

Sesamöl ist zusammen mit Leinsamenöl eines der ältesten Speiseöle der Welt und wird viel in der ayurvedischen Medizin angewandt. Auch dieses Pflanzenöl eignet sich für alle Hauttypen und ist gut verträglich. Als Trägeröl verwende ich es immer wieder in meinen selbstgemachten Ganzkörperölmischungen.
Es hat eine wärmende, nährenden Wirkung für die Haut.

Arganöl wird als Gold aus Marokko bezeichnet, weil der Arganbaum tatsächlich ausschlieslich dort wächst! Es gilt als eines der wertvollsten Pflanzenöle und wird sowohl in der Küche als auch zur Haut-, und Haarpflege verwendet. Ich verwende es ausschliesslich für ein nährendes Gesichtsserum an. Dabei finde ich es wichtig, nicht geröstetes Arganöl zu verwenden, da das ein zu starken Eigengeruch hat.

Wichtig zu beachten: Auch für die fetten Pflanzenöle, die wir als Trägeröle verwenden möchten, gilt, dass die Herstellung und somit die Qualität des jeweiligen Öles wirklich wichtig für eine sicherer und gesundheitsunterstützende Anwendung ist. Minderwertige Pflanzenöle, die vielleicht gestreckt, verdünnt, unsachgemäss oder sogar durch chemische Prozesse gewonnen sind, verlieren die wichtigen Inhaltstoffe und schaden dann eigentlich mehr als das sie nutzen.

Was kann ich ausser einem Trägeröl noch verwenden?

Ausser Trägeröle gibt es natürlich noch andere pflanzliche und tierische Trägersubstanzen, die wir zusammen mit ätherischen Ölen verwenden können und die vor allem Bestandteil diverser DIYs sind:

  • Sheabutter (Körperbutter, Bodybars)
  • Kakaobutter (Körperbutter, Bodybars)
  • Bienenwachs oder Canaubawachs (Körperbutter, Bodybars)
  • Honig ( Bad, Gesichtsmasken, innere Einnahme)
  • Tonerden oder Haferkleie z.B. für Gesichtsmasken
  • Meersalz oder Zucker (Badesalz, Peelings)
  • (Pflanzen-) Milchprodukte, wie z.B. Sahne, Quark, Joghurt, Butter.

Marianne Just-Meyer

Kreativ und neugierig, liebe ich es mit den ätherischen Ölen zu arbeiten und hoffe, Dich damit inspirieren zu können. Viel Freude beim Ausprobieren!

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